Beim Bau der Migros in Heiden geht es schneller voran als geplant

Bericht aus dem Tagblatt vom 5. August 2019 (Direktlink)


Der Rohbau der neuen Migros in Heiden ist fertig. Im November findet die Eröffnung statt. Dieser Termin dürfte eingehalten werden können, denn aktuell ist man dem Zeitplan voraus.

Die Holzbauelemente wurden in Rekordzeit angebracht. Der Aufbau dauerte gerade mal eine Woche und wurde vor ein paar Tagen beendet. ««Das war beeindruckend. Zahlreiche Schaulustige verfolgten von der Strasse aus, wie die teils über 34 Meter lange Querbalken und grossflächige Fassadenelemente eingebaut wurden», erinnert sich Projekt- und Bauleiter Adrian Baumgartner von der Alex Buob AG.

Die neue Migros in Heiden nimmt Gestalt an. Die Bauarbeiten verliefen weitgehend reibungslos. «Wir sind gut im Zeitplan, sogar leicht voraus», so Baumgartner weiter. Entstehen wird nahe der Obereggstrasse ein zirka 16 000 Kubikmeter grosses Ladengeschäft mit 50 Parkplätzen in der Tiefgarage, 14 Aussenparkplätzen, einer überdachten Zulieferung, Lager- und Verkaufsflächen. Gegen Ende November soll die Eröffnung stattfinden. Dass dieser Termin eingehalten werden kann, daran hat der Projektleiter keine Zweifel. «Wir werden im September den Innenausbau vorantreiben und die Arbeiten an der Gebäudehülle abschliessen, sodass wir noch genügend Zeit in die Umgebung investieren können. Insgesamt ein straffes Arbeitsprogramm, aber es ist machbar.»

Ein Zweckbau mit Besonderheiten

Der ebenerdige Bau besteht aus einer betonierten Tiefgarage und einer Holzkonstruktion, welche das gesamte Erdgeschoss umfasst. «Die Vorgabe war, einen übersichtlichen, kosteneffizienten Ladenbau zu realisieren. Trotzdem sollte er auch eine besondere Ausstrahlung enthalten», umschreibt Baumgartner die Vision. Die gestalterische Planung entspringt der Feder des in Heiden wohnhaften Architekten Alex Buob. Die besondere Ausstrahlung ist in der dunklen Fotovoltaikfassade, im sieben Meter langen, nicht abgestützten Vordach sowie im grossen, dreieckigen Glaselement in der Fassade enthalten. Diese ermöglicht es den Kundinnen und Kunden, beim Bezahlen ihrer Einkäufe die Aussicht auf Heiden zu geniessen.

Fotovoltaikanlage an Fassade und auf dem Dach

«Dass es einen Holzbau geben soll, war für die Verantwortlichen der Migros aufgrund des nachhaltigen Rohstoffes sofort klar», so Baumgartner weiter. Er findet zudem, dass das Holz für eine «angenehme Atmosphäre» sorgt und sich die Kundinnen und Kunden wohl fühlen werden.

Das Besondere am Neubau ist jedoch die energetische Komponente. Dreiviertel der Fläche der Fassade und des Daches bestehen aus Fotovoltaikanlagen, welche Strom produzieren. Die Höhe und Länge des Baus wurden auf die Masse der Standardmodule abgestimmt, sodass deren Einbau speditiv erfolgen kann. Zusätzlich wird die Abwärme, die bei den Kühlräumen und -schränken entsteht, zum Heizen wiederverwendet. Die Wärmedämmung des Baus entspricht dem Minergie-Standard. Gesamthaft wird das neue Gebäude in Plus-Energie-Bauweise erstellt. Das heisst, es produziert mindestens so viel Energie, wie es verbraucht.

Stehen bei den Bauarbeiten keine grösseren Schwierigkeiten mehr an? «Ausschliessen darf man das nie», sagt Baumgartner und schmunzelt. «Ein Bau bleibt immer spannend bis zum Schluss.» Besonders die letzten zwei, drei Wochen sind erfahrungsgemäss hektisch. Dann nämlich wird der Laden eingerichtet, und es sind besonders viele Personen auf der Baustelle beschäftigt. Es zeigt sich, ob beispielsweise alle Möbel stimmen, ob es noch zusätzliche Wasser- und Stromanschlüsse braucht, wo noch Anpassungen vorgenommen müssten und wo bei der Planung Kleinigkeiten nicht berücksichtigt wurden.

Vergangenen Februar wurde das bis dahin bestehende Provisorium am heutigen Standort des Neubaus geräumt. Das Ladengeschäft befindet sich seitdem in einer Zeltlandschaft auf dem ehemaligen Parkplatz. In ein paar Monaten folgt der Umzug zurück. Doch soweit ist es noch nicht: In den nächsten Tagen werden zuerst einmal die Haustechnik eingebaut und der Plattenboden verlegt.

Fotos | Terrassenwohnungen in Rebstein

Druckereigebäude in moderner Holzbauweise

In Rebstein entsteht in diesen Tagen ein neues Druckerei – Gebäude in moderner Holzbauweise. Nach einer sehr kurzen Bauzeit kann das Produktionsgebäude bereits im Juli bezogen werden.

Traumhafte Aussicht in einer zukunftsweisenden Bauweise

aus dem „Rheintaler“

Am Samstag 7. April, von 9 bis 13 Uhr möchte die Firma Schönauer + Graf allen Interessenten einen Einblick in den Rohbau der Terrassenüberbauung an der Mühlenerstrasse 43 in Rebstein ermöglichen. An der Hanglage wurden innert neun Arbeitstagen 2300 Quadratmeter Wohnfläche und 2200 Quadratmeter Terrassenflächen montiert. Die Firma Schönauer + Graf AG möchte die Türen für alle Interessierten öffnen.

Die Überbauung besteht aus zwölf grosszügigen Terrassenwohnungen. Über eine grosse Einstellhalle gelangt man zum Schräglift mit beidseitigem Treppenhaus. Der Schräglift ist das zentrale Element für die Erschlies- sung der Wohnungen und in un­serer Region eher unbekannt. Die Wohnungen beinhalten 180 Quadratmeter Wohnfläche. Der Bau fügt sich abgestuft in das Gelände ein. Auf relativ wenig Bauland wird verdichtet gebaut, ohne dass die Bewohner es spüren. Die Privatsphäre hat einen sehr hohen Stellenwert.

Die Behaglichkeit der Holzbauweise lässt sich schon im Rohbau spüren. Schallschutzaufbauten, Wandquerschnitte Rohbauinstallationen werden aufgezeigt. Die Faszination des Machbaren in Holzbauweise wird bei diesem Holzelementbau auf eindrückliche Weise demonstriert. Architektur und Baumanagement sowie Produktion und Montage des Holzbaus werden durch die Firma Schönauer + Graf AG als Generalunternehmer ausgeführt. (pd)

zum vollständigen Bericht im Rheintaler

Mühlenerstrasse 43, Rebstein